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Builder

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21

Mittwoch, 1. Februar 2006, 12:48

Ein beindruckende Annalyse.

Ich habe mir auch einge gedanken gemacht zumal ich langsam ein Versorgungssystem aufbauen muß.
Wenn irgendwie möglich werde ich zur versorgeung der eigenen betriebe auch auf ineffektiv produziertes holz und eisenerz zurückgreifen. Mir fehlt einfach das Ladevolumen um eine optimale betriebsversorgung zu gewährleisten. Eine Eigenproduktion hilft Engpässe zu vermeiden und bei absatzprisen von 500 für EW fällt der Rohstoffpreis nicht so ins Gewicht. Wenn ich später mehr Transportkapazitäten bekomme kann ich noch immer umstellen. Man ist so an die Patrizierpreise gewöhnt das man gar nicht realisiert das im Kontest die Margen erheblich größer sind.

Gewürze, Tuch , Keramik und Wein wird importiert.

Nun muß eine entschiedung zur Regional oder Zentral-System gefällt werden. Das Zentralsystem scheint in in der Handhabung einfacher. Kostet aber auch viel Kapazität. D.h. es ist für Piraten optimiert. ;)
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22

Mittwoch, 1. Februar 2006, 18:51

so wie ich das aus dem spiel ersehe, ist der nordosten die erste region die wegen fleischmangels in die knie geht. alle anderen waren koenne vorhanden sein, aber ohne fleisch gibts sofort maulige einwohner. die lange bauzeit von viehhoefen macht das problem noch schlimmer. ich habe in zwei monaten ueber 2.000 ew im no wegen fleischmangels verloren. das hat z.b. die bierproduktion in ladoga lahmgelegt, was zur folge hatte das in helsinki weniger getreide gebaut wurde, was novgorod geargert hat und die fischer und ziegeleien in stockholm auf 30% ausstoss absacken liess. der mangel an fisch ......
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23

Mittwoch, 1. Februar 2006, 20:59

Da ich ja nun vom 01.01.1301 noch mal spielen darf und sich hier doch ne Menge getan hat, finde ich diesen Beitrag äußerst interessant.
Er sagt zwar nix Neues an sich, doch die komprimierte Darstellung ist zu loben :170:

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Dr. Nodelescu

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24

Donnerstag, 16. Februar 2006, 21:34

Teil 3 - Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht

Wer kennt das nicht? Man beginnt einen Contest und trotz Generalübersicht dauert es doch einige Zeit, bis man die neuen Produktionsverhältnisse im Blut hat. Auf üblichen Generalübersichten, die auf gedruckten Karten von Ascaron basieren, kann man sehr gut die Produktionen einzelner Orte ablesen, aber schwieriger wird es, die Verbreitung einzelner Waren schnell und eingängig zu begreifen. Daher biete ich dieses Jahr, ähnlich wie letztes Jahr, ein Kartenpaket an, das auf die getrennte Darstellung einzelner Waren ausgelegt ist.

Zugegeben, die Geografie und die Darstellung der Städte ist sehr stilisiert, allerdings sind hier die Zusammenhänge wichtiger. U-Bahn-Strecken sind auch nicht so gerade wie sie auf den Plänen aussehen.

<a href="http://home.arcor.de/nodelescu/patrizier/images/con2006/dist/c6maps.zip">Kartenset 2006</a>
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Hopsing

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25

Donnerstag, 16. Februar 2006, 22:48

Mann, da hat sich ja unser angehender Volkswirt wieder was Feines einfallen lassen! :170:

Vor allem versteht das jeder! ;)
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Sessels zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen ... !!!

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26

Dienstag, 29. August 2006, 05:39

Teil 4 - Welche Produktion für welche Stadt?

Wie verhüte ich lokale Überdehnungen? Nachdem ich mal wieder Werkspionage betrieben hatte und mir wieder aufgefallen war, dass in Brügge nur drei effektive Produktionen existieren, konnte ich nun endlich ganz schnell mein Puzzle lösen, mit dem ich das machen kann, was Gesil gerne als Zwei-/Drei-Felder-Wirtschaft bezeichnet.

Wie löst man so ein Rätsel richtig? Zuerst sei gesagt, dass ich einfach nur Hopsings Tabelle vom Jahresanfang verwendet habe und dass durch die Multipolarität ein paar weitere Kniffe verwendet habe.

Hier meine improvisierte Anleitung:
  1. Niedrige Produktionen ignorieren.
  2. Regionalwaren werden ausgeblendet, da omnipräsent. Ich hab auch die Stadt Pernau anfangs ausgeblendet, da sie im Nordosten fast überflüssig ist (es gibt dort nichts, was es sonst nicht auch gäbe) und auch den Südosten unterstützen muss.
  3. Erste Prioritäten setzen. Städte mit zwei bis drei effektiven Betriebsarten bekommen erst einmal alles.
  4. Städte, die im Sektor einmalige Betriebsarten haben, betreiben diese natürlich auch.
  5. Betriebsarten mit mehreren Orten werden nun aufsteigend nach Häufigkeit im Sektor abgearbeitet.
  6. Je weniger die Stadt schon verplant wurde, desto höher ihre Priorität bei der nächsten Ware.
  7. Regionalwaren & Co. wieder einblenden und vergeben.
  8. Letzte Abgleichungen vornehmen. Jede Stadt sollte anfangs etwa drei Betriebsarten beinhalten und die Prioritätensetzung zwischen den Städten sollte auch klar sein.
    [/list=1]

    An dieser Stelle unterlasse ich die Veröffentlichung meiner Ergebnisse zur diesjährigen Karte. Wenn ich sie nicht in ein Savegame umsetze, werden sie auch nicht gezeigt werden. Ich sag an dieser Stelle lediglich, dass meine obersten Prioritäten für die Regionalwaren in Köln, Tönsberg, Thorn und Pernau liegen und die südöstliche Viehzucht in Stettin geboren wird. Der Rest ist zu ausführlich und zu komplex.
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27

Dienstag, 29. August 2006, 18:26

Hallo Doc,

ist in allem ein sehr interessantes Thema, vorallem auch an sich verständlich dargelegt. Ich habe allerdings ein paar Anmerkungen, bzw. bin ein wenig einer anderen Meinung...

Du, wie auch viele andere sagen, das ineffektive / niedrige Produktionen weitestgehend ignoriert werden sollten, mit den ein oder anderen Ausnahmen.
Ich persönlich finde allerdings, daß gerade geschlossene Produktionskreisläufe in einer Stadt genutzt werden sollten, nahezu egal ob davon etwas ineffektiv ist oder nicht.

Nehmen wir mal als Beispiel Reval im Contest. Man hat hier den geschlossenen Produktionskreisluaf Eisenwaren mit Rohstoffbedarf, sprich Erz und Holz. Beide Rohstoffe sind ineffektiv. Ich persönlich tendiere in so einem Fall, daß man hier Reval als Eisenwarenproduktion "A" ausbaut, denn es hat ungemeine logistische Vorteile. Erz und Holz sind beides Lastwaren, bedürfen also einer erhöhten Transportkapazität beim entsprechenden (Auto-) Versorgungskonvoi, wenn hier ettliche Werkstätten gesetzt sind. Hat man das zeug allerdings vor Ort als Produktion, dann entfällt der erhöhte Transportbedarf hinsichtlich Ladekapazität und man spart so Schiffe. Natürlich sollten die beiden ineffektiven Rohstoffe nur soweit als Betriebe gesetzt werden, wie ein entsprechender Rohstoffedarf hinsichtlich der Eisenwarenproduktion vorhanden ist.
Felle, Hanf, Keramik und Salz sind weitere effektive Betriebe und diese sind in mehrerer Hinsicht interessant.
Felle benötigen Hanf und Eisenwaren als Rohstoff. Beides ist vorhanden (und auch effektiv), wodurch sich ein zweiter geschlossener Produktionskreislauf in Reval bilden lässt. Keramik und Salz sind an sich auch interessant, allerdings würde ich (bei mir in Nachbtrachtung) darauf verzichten. Beide benötigen Holz und wenn man hier nun auch noch das dafür benötigte Holz in Form ineffektiver Sägewerke in Reval haben will, dann wird es zuviel.
Anmerkung:
Ich will jetzt nicht verhelen, daß dieses in meinem aktuellen Contesspiel anders aussieht und ih hier Fehler gemacht habe. Allerdings steht die Korrektur GANZ OBEN auf meiner Liste der Vorhaben für das Jahr 1306, denn ich will nun auch anfangen aufzuräumen.


Persönlich bin ich der Ansicht, daß diese geschlossenen Produktionskreisläufe immer genutzt werden sollten, sofern nur der oder die Rohstoff(e) ineffektiv ist/ sind. Mindestens das Endprodukt muss aber effektiv sein. Diese meine Ansicht wurde und wird immer mehr durch die aktuelle Situation in meinem Contestspiel bestärkt. Ich habe wegen eines Denkfehlers viel zu wenige Schiffe, zum Teil nur 1/3 von dem was andere zu diesem Zeitpunkt / vergleichbaren Stand haben. Das lässt sich nahezu nicht mehr korrigieren und daher bin ich gezwungen Schiffe zu sparen. Im genannten Beispiel von Reval, werde ich nach dem geplanten Umbau / Endausbau einiges an Schiffen vorallem in Zukunft sparen.
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Dr. Nodelescu

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28

Dienstag, 29. August 2006, 20:37

@ Mandela

Den ersten Punkt hab ich deswegen so gewählt, weil ich bei Getreide und Holz von einer falschen Omnipräsenz ausgegangen bin und vergessen hatte, dass zu "exportierende" Waren durchaus billig produziert werden sollten.

Ich bin ja sogar selbst ein anerkannter Fetischist ineffektiver Produktionen, nur hat das hier eben seine Grenzen. Hier geht es ja vor allem darum, in welchen Städten welche Betriebsarten <b>vorrangig</b> auszubauen sind. Außerdem kommt es auch darauf an, was für Betriebsarten für ineffektive Produktion in Frage kommen. Holz ist bspw. der für mich selbstverständlichste Fall, bei dem ich sagen würde, knall ihn auch ineffektiv hin, dann hast du auch Platz gespart, auch zur lokalen Versorgung sind weitere Waren bekommen. Bei Eisenerz seh ich die Sache schon sehr viel kritischer. Eine Last Eisenerz ist niedriger produziert etwa 200 bis 300 GS teurer als effektiv, was dann auch 20 bis 30 GS mehr pro Fass Eisenwaren ausmacht. Und du sagst ja selbst, dass du zu wenig Schiffe gebaut hast, aber deine Spielweise ist ja schon ohnehin etwas unorthodox. Ich hätte da schon eher in Pernau Schmelzen gebaut und in Reval mich dafür mehr anderen Produktionen gewidmet.
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29

Dienstag, 29. August 2006, 21:25

@ Doc

Meine Spielweise ist unorthodox? :eek2: Im Leben nicht... :giggle: ;)

Spaß beiseite,
sicherlich spiele ich "anders" als andere. Aber zum Thema...

Es stimmt sicherlich, daß ineffektives Erz teurer ist als effiktives Erz, so wie bei jeder anderen Ware im Spiel auch. ob jetzt 200 bis 300 GS mehr, das weiß ich nicht, aber ich glaube dir einfach mal.

Auf der anderen Seite steht aber der erhöhte Transportaufwand und hier setze ich an und ziehe einen Vergleich mit dem Schluss, daß ineffektive Erz-Produktion bei einem vollständig vorhandenen Produktionskreis (wie in Reval) unterm Strich billiger ist.
Ich habe keine Ahnung wie viele Werkstätten bei welchem Stadtgrundriss überhaupt möglich sind. Hängt natürlich auch von den individuellen Baukünsten eines Spielers ab, bzw. auch wie weit er eine Stadt zum jeweiligen Zeitpunkt entsprechend ausgebaut hat. Mir war aber in Brügge und Edinburgh aufgefallen, daß der Erzbedarf bei 20 - 30 Werkstätten schon groß ist und alleine für den erhöhten Erzbedarf zusätzlche Schiffe mit deren Unterhaltskosten notwendig sind und das direkt doppelt (aus Stadt "A" ins ZL und dann in Stadt "B" zu den Werkstätten).
Natürlich hat meines Wissens außer mir keiner so einen eklatanten Schiffemangel wie ich im Spiel und wenn ich hier keinen Fehler gemacht hätte, dann hätte ich diesen auch nicht, zumindest nicht so eklatant. Ich sagte ja bereits, daß die meisten zu diesem Zeitpunkt mehr als das Doppelte an Schiffen haben und keine Transportprobleme kennen.
Aber gerade diese Tatsache hat mir zwangsweise die Augen beim Punkt Logistik und deren Kosten / Aufwand geöffnet. Man kommt DEFINITV mit weit weniger Schiffen aus, als die Meisten haben. Man schiebt hier einen Schifsvorrat vor sich her, den man im Leben nicht braucht. Ich will stark bezweiflen, daß Swartenhengst oder Bizpro (die beiden sind ja schon fertig) am Spielende weit mehr als 75% der jeweils vorhandenen Schiffe auch wirklich gebraucht hat. Man soll das jetzt nicht falsch verstehen, ist kein Vorwurf und auch kein "Fehler" an sich, ebenso habe ich definitiv viel zu wenig "Kutter", aber Schiffe kosten auch und das nicht zu knapp. Hier sparen zu können ist vielleicht auch "ein Ziel".

Das von dir erwähnte Pernau ist übrigens mein Haupt - Erzlieferant. Aber den Irsinn beim ZL Betrieb hinsichtlich der strikten Nutzung der effektiven Produktionen wird hier deutlich. Da wird das Erz aufwendig von Pernau nach Aalborg transportiert und dann später von da zurück nach Reval. Das Ziel Brügge ist auch irrsinnig, vorallem wenn man theoretisch Köln als Erzproduzenten in der Nordseeregion nimmt (und dann auch noch Flußstadt = nur Kraier und Schniggen per Autokonvoi).

Ich gebe dir aber im Grundprinzip Recht, daß man sich bei der örtlichen Wahl derProduktionen schon hinreichend Gedanken machen muss. Deine Idee ist daher im Prinzip vollkommen richtig, allerding sehe ich hier eine Abweichung: die strikte Nutzung geschlossener Produktionsketten in Städten, sofern mindestens das Endprodukt effektiv ist, weil preiswerter unterm Strich. :P
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30

Dienstag, 29. August 2006, 21:49

Du spielt also nur mit einem Lager, wie ich sehe. Dann ist das natürlich verständlich. Ich hab vor vier Jahren mal ein paar Lagerdiskussionen begleitet, namentlich von jemandem, der zumindest damals bei Lörrach wohnte (Lehmi nannte er sich). Er hatte zuerst mit drei Lagern in Visby, Stettin und der Heimatstadt Hamburg gespielt und ist dann auf ein einziges Zentrallager in Malmö umgestiegen. Da Erz ja nur für Eisenwaren gebraucht wird und daher versorgungsunkritisch ist, hat er das Erz wenig später aus dem Zentrallagersystem ausgegliedert und einfach direkt fahren lassen, was er auch anfangs gemacht hatte, aber zwischendurch fallen ließ, weil aus der Parität zwischen Erzstädten und EW-Städten ein Überhang für letztere wurde. Am Ende hat er dann auch mal zwei EW-Städte eine Erzstadt teilen lassen (Oslo für Edinburgh und Bergen). Beim Holz hatte er das vielleicht auch noch gemacht, aber das weiß ich nicht mehr. Die Diskussion sprachen auf jeden Fall für die Ausgliederung von Erz und Holz.
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31

Dienstag, 29. August 2006, 22:25

Ja, nur noch mit einem ZL (Aalborg, 1. NL). Davor hatte ich ein anderes System mit 2 RL´s (Newcastle für die Nordsee und Danzig für die Ostse) und einem Ausgleichlager in Oslo (Felle in die Nordsee, Wein und Gewürz in die Ostsee). Klingt perfekt, ist aber rein logistisch sehr aufwendig und ich kam zum Schluß, daß dieses System vom "1 ZL-System" in der Effekivität und Einfachheit unterm Strich geschlagen wird.

Wie bereits weiter oben gesagt, bin ich jetzt in 1306 neben dem normalen Aufbau und Ausbau vorallem mit einer Umstrukturierung beschäftigt. Hauptsächlich wegen dem nicht mehr wirklich gut zu machenden Schiffsmangel und den daraus zwangsweise gewonnenen Erkentnissen und Bedürfnissen. Als Beispiele seine folgende Dinge genannt:

Reval
Wie bereits geschildet, wird Reval auf eine reine Eisenwaren und Fellstadt umgebaut. Das erforderliche Holz und Erz produziert Reval in Zukunft ausschließlich selber, abgesehen vom effektiven Hanf wegen der Jagdhütten (und bedingt für andere Städte). Der Umbau erfordert auch den Abriss aller anderen nicht mehr benötigen Dinge wie z.B. den Salzsieden und Töpfereien. Die Versorgung beschränkt sich somit auf die noch restlichen Versorgungswaren und die sind bei gut 14.000 EW nicht wenige. Reval ist im übrigen auch eine totale "Meckerstadt" (über 4.000 EW Schwund wegen überempfindlichem Verhalten). Die Versorgung wird so einfacher, rein logistisch gesehen.

Edinburgh
Edinburgh wurde von mir nach Fertigstellung der 3. Mauer schon direkt auf das "neue Gleis" geschoben. Hier werden in Zukunft nur noch Fisch/ Leder und Eisenwaren produziert. Wie Reval gibt es auch hier ineffetive Sägewerke und Schmelzen, die dann den benötigten Bedarf decken. Ferner wird natürlich Fisch/ Tran voll ausgebaut. Der Stadtbedarf wächst enorm. Zwar ist der Hintransport hinsichtlich Transportkapazität nicht so stark,aber es werden viele Lastwaren in Edinburgh produziert, die ins ZL wandern. Ggfs. kann ich langfristig auf die Erzproduktion verzichten, wenn Pernau volles Produktionssoll erreicht hat und genug Schiffe dafür da sind...

Pernau
Pernau wird zur reinen Erz und Wolle Stadt umgebaut. Alles andere verschwindet nach und nach. Ferner wird auch hier Fisch beibehalten, kostet keinne Platz und bringt zusätzliche EW (auch wenn ich den Fisch niemals brauchen werde bei der Menge an anderen Fischproduktionen...). Das Erz ist in erster Linie wichtig für all die Eisenwaren-Städte, die gar keine Erzproduktion haben (vorallem Memel, Königsberg und "noch" London), ebenso zum Aufbau eines "Notvorrates" im ZL.

Ripen
Ripen ist meine 2. NL und wird zur reinen Keramikstadt. Das erforderlich Holz ist (neben unwichtigem Honig, weil riesige Überproduktion schon jetzt) auch vorhanden. Dieser Vollausbau macht sämtliche MM Importe in Zukunft unnötig, entlastet auch nahezu alle Städte von der Notwendigkeit auch Töpfereien zu setzen (z.B. Pernau).

Oslo
In Oslo steht die Fisch/ Tranproduktiongan oben auf der Liste. Das hierfür erforderliche Hanf und Salz ist effetiv vorhanden, also der perfekte geschlossene Produktionskreislauf. Ferner ist dort auch noch Pech und Holz effektiv vorhanden, ein weiterer Produktionskreislauf, auch hinsichtlich der Verbindung Sägewerk und Salzsiede mit dem Holzverbrauch.
Die Hälfte der Stadt wird daher mit Hanfplantagen und Salzsieden volgepflastert, ein Viertel mit Sägewerken und ein Viertel mit Pechkochern. Letztere sind zur Behebung des Schiffsmangels notwendig, auch wenn mein ZL ständig ein paar Tausend Fass Pech hat.

Ich denke mal, diese 4 Beispiele zeigen den Trend meiner Spielbemühungen und was ich meine. ;) :P
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32

Samstag, 9. September 2006, 22:30

Ich hab die Antwort erst jetzt gemerkt. :O Na ja, mein Umzug von der Pampa in die Stadt macht mir gerade ziemlich zu schaffen. Aus 20 Leuten die drei besten Leute für eine WG-Gründung auszusuchen wird nicht gerade einfach sein. ;) Also wird es heuer wieder nix mit einem Contestsave. :rolleyes:

Na ja, ist ganz offensichtlich ein radikal anderer Ansatz zur Monokultur. Bei Gesil diente sie der Verhütung lokaler Überdehnungen, bei dir zum Einsparen der Frachtkapazitäten und der Entflechtung der Handelsnetze. Ich hab noch das Contestspiel 2005 von Roland im Kopf, das ich ja detailliert kommentieren durfte. Schau dir da mal meinen Kommentar zu den Konvoigrößer in die östlichen Niederlassungen - 118 Schiffe für Thorn, alles nur wegen Salz und Fisch. ;(

Oslo ist für mich der klassische Fall einer Halbfertigwarenstadt. Die Leute arbeiten ungerne in der Fischerei, also erstmal nur Rohstoffe, Walfang wo anders, dann wird Oslo größer und besser gelaunt, also Fischer bauen und weniger Rohstoffe bleiben für die anderen, und so jagen sie die Städte gegenseitig hoch. Ich liebe solche Konstellationen. Im Übrigen wird Oslo aber auch bei anderen Spielern nicht viel anders aussehen als bei dir, auch weil ein Vollausbau der nordwestlichen Fischerei Oslo mit seinen Rohstoffen schon voll genug macht.
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33

Samstag, 9. September 2006, 22:51

Teil 5 - Wenn die Bevölkerung zu reich oder zu arm ist

Jenseits aller Contests versteht sich dieses Thema. Alle Schichten und somit auch alle unterschiedlich geschichteten Bevölkerungen haben andere Bedürfnisse, die durch unterschiedlich viel Arbeit bei gleicher Bevölkerung befriedigt werden müssen. Der unterschiedliche Arbeitseinsatz führt bei einer reinen Versorgungsbetrachtung oft zur Annahme, dass eine Bevölkerung für ihren Bedarf entweder zu viel oder zu wenig produziert. Generell gilt, dass Reiche und Wohlhabende pro Nase mehr verbrauchen und durch mehr Arbeitseinsatz befriedigt werden müssen. Bei den üblichen Schwankungsbreiten der Bevölkerungsstruktur kann der Arbeitseinsatz zur Versorgung von 1 Million Einwohnern zwischen 0,9 und 1,2 Millionen Menschen in Produktion und Reproduktion liegen (die Arbeiter mit ihren Familien sind gemeint). Es können mehr oder weniger gravierende Diskrepanzen entstehen, auch wenn die Gewinne dies bei hinreichend großen Spielen wieder ausgleichen.

Eine ausgeglichene Hanse muss aber trotzdem nicht unbedingt genau so geschichtet sein, dass der Arbeitseinsatz einer Bevölkerung deren bedarf genau deckt. Die Relativierung dieses Verhältnisses gilt allerdings nur, wenn Produktion und Eigenbedarf voneinander entkoppelt werden können. Es könnte produziert werden, was der Bürger nicht direkt verbraucht und der Bürgen könnte verbraucht, was nicht produziert wird.

Um dies zu erreichen gibt es drei Instumente:
  • Bauindustrie: Erhöht den relativen Arbeitseinsatz für die Bevölkerung, weil Arbeit eingesetzt wird, ohne direkt den Eigenbedarf der Bürger zu decken.
  • Export in Übersee: Erhöht den relativen Arbeitseinsatz für die Bevölkerung, weil Arbeit eingesetzt wird, ohne direkt den Eigenbedarf der Bürger zu decken.
  • Import aus Übersee: Verringert den relativen Arbeitseinsatz für die Bevölkerung, weil er den Eigenbedarf der Bevölkerung deckt, ohne deren Arbeitseinsatz zu erhöhen.

Einfache Beispiele:
  • Durch eine große Bauindustrie wird bei einer armen Bevölkerung Menschen beschäftigt, die das Brot essen, das sonst schelcht werden würde.
  • Durch selektiven Ausbauen von Eisenwaren und Fellen kann die Produktion anderer Güter bei armer Bevölkerung verringert werden und der selektive Überschuss kann gewinnbringend abgestoßen werden.
  • Durch massenhaften Weinimport kann ohne eigenen Arbeitseinsatz der eigene Bedarf gedeckt werden. Bei einer reichen Bevölkerung wären sogar noch Kräfte für die Bauindustrie frei, wenn man den Wein lediglich importieren würde.


Wer die Logik durchschaut hat, erkennt, dass sich eigentlich für jede Bevölkerung ein Weg ergeben sollte, sie angemessen ohne große Mängel und Überschüsse leben zu lassen.
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34

Sonntag, 10. September 2006, 00:13

Hallo Doc,

kann ich verstehen mit dem Umzug. Auch bei mir kommt immer wieder was dazwischen, wenn auch familiär bedingt... :rolleyes:

Wie auch immer, den Handel in P2 zu entschlüsseln, bzw. hier hinsichtlich der Versorgung im Zusammenhang mit den Produktions- und Importmöglichkeiten die Optimierung zu "basteln" gehört zu meinem Hauptaugenmerk im P2 Spiel.

Die "Kriegsführung", also Piratenbekämpfung, selber Pirat sein, Städte plündern (auch ohne Ausliegertrick), Nester platt machen, ... - das kann ich aus dem linken Handgelenk. Es gibt zwar sicherlich auch hier noch Optimierungsmöglichkeiten zu entdecken. Zuletzt halt die Erhöhung der Schiffsbeute bei der Nestvernichtung, aber da gibt es bestimmt noch mehr.
Die Bauplatzoptimierung ist nicht mein Ding. Sicherlich kann ich in der Theorie alles bauen außer türkisch, aber in der Praxis passieren Dinge, die den Baumeistern nicht passieren. Daher bin ichmittlerweile müde darüber zu rätseln und baue so wie es klappt :rolleyes:

Wie auch immer, dein Ansatz ist rein volkswissenschaftlich korrekt, hat aber einen kleinen Schönheitsfehler:

Die Armen sind die Arbeiter in der Hanse, sie gut und nicht nur ausreichend zu versorgen, garantiert die ständig ausgelastete Produktion. Reiche und Wohlhabende machen ja bekannterweise den geringeren Teil aus, also benötigen sie zur guten Versorgung auch nur den geringen, sogar den geringsten Anteil am Produktionsvolumen.
Der Hauotteil der Produktion geht in der Aufbauphase, also vorallem während der elenden Mauerbauerei in die Bauindustrie. Natürlich nicht nur für die Mauern, denn als das andere will und muss daneben ja auch hochgezogen werden. Der Hauptteil des Prduktionsvolumens geht in die Rohstoffindustrie, wozu man in gewisserweise auch die Bauindustrie mitzählen kann, um letztlich die Endprodukte zu produzieren.
Den Arbeitseinsatz hierfür muss man schon gezielt steuern, da hast du vollkommen Recht!

Allerdings ist es bei allen Sachen auch so, daß man hier das Optimum an vorhandenen Tricks und das gesamte gesammelte Wissen des Forums anwenden muss.
Als Beispiel sei der von dir erwähnte Imort aus dem MM genannt. Um hier die Versorgung, z.B. mit Wein, für die Hanse zu gewährleisten muss man schon in die Trickkiste greifen, so wie es Gesil erklärt hatte. Abgesehen davon ist herfür auch der notwendige Schiffsraum erforderlich, der erstmal irgendwie vorhanden sein muss.
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