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  • »Pieter van Alkmaar« ist männlich

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41

Freitag, 18. Dezember 2009, 21:56

@ Hanseat09 + Builder

Naja, "Allmacht" des EM meine ich nicht im extremen Sinne, sowie früher im MA der "Papa" sie hatte. :D

Es ist richtig, dass der EM auf die Stimmung im HR, respektive BM der HS, Rücksicht nehmen muss.
Er will ja wiedergewählt werden, nach nur einem (1) Jahr!

Und mal so einen Krieg gegen Dänemark führen, ist auch nicht möglich.Das würde gegen den Hanse-Kodex verstossen, der da lautet:

1. Führe keinen Krieg, wenn man Dir Geld aus Deiner Truhe stiehlt.
2.Führe nur dann Krieg, wenn man Dir die ganze Schatz-Truhe klaut.

Ausserdem kann man ja ein Quorum einführen.Sagen wir mal , wenn 25% der HS die Mission unterstützen, darf der EM aktiv werden.

Ich will ja nur verhindern, dass jeder kleine Ratsherr oder geldgeile Patrizier irgendeine Mission, z.B. Handelsembargo gegen Tönsberg, verhindern kann, nur weil er dort eine vergammelte Tran-Hütte sein eigen nennt.

Ausserdem, wenn ich mal wieder historisch werden darf, waren die in Lübeck versammelten Vertreter der HS nie vollzählig und selten einig:

1.Es waren immer nur die HS vor Ort, die sich für das vom EM angesetzte Thema interessierten.

2.Von den anwesenden Vertretern der Hs haben wiederum nur diejenigen dem Vorschlag des EM zugestimmt und ihre Unterstützung zugesagt, denen das anstehende Problem (z.B. Hilfsforderung des zuständigen LF, lokal begrenzte Piraterie, Blockade eines bestimmten Fremd-Hafens) unmittelbar aud den Nägeln brannte.

Also, eine anstehende Aktion der Hanse wurde letzendlich nur dann nicht durchgeführt, wenn keine S.. mitmachen wollte. :eek2: , und nicht deswegen, weil irgendwer dagegen gestimmt hat.

Builder, begründe bitte ,warum Du keine Blockaden solo durchführen möchtest?Keine Schiffchen, keine Knete? Oder etwa Angst vor "Magarethe von Dänemark"? :D

Hanseat09, sorry, Du eimerst rum.
Was denn nun, soll der EM und HR so handeln können, wie Pieter das vorgeschlagen hat oder nicht?
Bitte um eine klare Linie. :D

soweit............Gruss Pieter
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Hanseat09

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42

Samstag, 19. Dezember 2009, 00:18

@Pieter: Der EM sollte mehr Entscheidungsfreiheiten haben, andersrum darf der HR nicht "entmachtet" werden. Wenn du sagst, dass sich die Hansestädte nur die Wahl haben zwischen "mitmachen" und "nicht mitmachen", wird es den Spieler als EM wahrscheinlich nicht jucken:
Angenommen, die Schiffsverteilung wird ähnlich sein wie in P4. Der Spieler wird als EM (fast) die absolute Seeherrschaft errungen haben und kann somit jederzeit eine Stadt komplett selbständig versorgen. Demnach muss er sich nicht um andere Städte kümmern, die gerade eine Versorgung dieser Stadt verhindern wollen. Da im Prinzip der EM alle Aufträge selbst ausführen kann, stellt der HR damit keine ernstzunehmende Institution dar...
Um dies zu verhindern, muss der HR auch bindende Beschlüsse fassen können. Zwar kann der EM nach wie vor frei sein Amt ausüben, doch wird er ähnlich dem deutschen Politiksystem ständig vom HR überwacht. Übertreibt der EM, schreitet der HR ein.

Ich sehe jetzt nicht, wo ich mir widersprochen haben sollte ?(
Hanseat09

x9jaan

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43

Samstag, 19. Dezember 2009, 10:11

Nun ja, ich bin skeptisch, was die Möglichkeiten des Eldermann betrifft.

Wir spielen ja eine Handelssimulation. Das Eldermannamt ist nur ein Bonus, die höchste Stufe des Aufstiegs, die man erreichen kann. Ob es sich da wirklich lohnt, soviel um das Amt, einen eventuellen Hanserat, Stimmverhältnisse etc. herum zu programmieren?

Letztlich werden wir wohl 30 bis 40 Städte auf der Karte haben. Davon sind aber sicher nicht alle Hansestädte, denn es soll ja auch noch die Ortschaftstypen "Dorf", "Faktorei" und "Hansekontor" geben. Das macht dann, wie zur Zeit auch, rund 10 bis 12 Hansestädte, die es überhaupt gibt. Wenn man nun auch noch die Ratsherren und Patrizier ausschließt, wer nimmt denn nun noch an den Abstimmungen teil? Doch nur die 10 bis 12 Bürgermeister der Hansestädte? Ob sich das wirklich lohnt?

Weiter bin ich skeptisch bei den Landesfürsten. Wie die wohl mit in das Spiel eingebaut werden? Ob es blose Namen werden oder vielleicht sogar richtige KI-Figuren?

Und überhaupt bin ich skeptisch, was diese kriegslastigen Missionen betrifft. Wie oft werden die im Spiel wohl auftreten? Etwa alle Nase lang, so dass ich mich, wenn ich in 10 Spieljahren agiere 20 Mal im Krieg mit Dänemark befinden werde? Oder, um das zu vermeiden, sie werden an bestimmte historische Daten gekoppelt, also wenn 1320 was mit Dänemark war, dann werden diese Missionen auch im Spieljahr 1320 generiert. Nur ist es beim aktuellen P2 so, das es in der Regel in 10 bis 15 Spieljahren gut durchzuspielen ist, also der Vollausbau in dieser Zeit zu erreichen ist. Ob ich dann jemals einen Zeitpunkt erwische, an dem diese Missionen zur Verfügung stehen?

@Pieter van Alkmaar

Das "rumeiern" kann ich nur zu gut verstehen. Es geht mir nämlich genauso. Wenn ich versuche die vorgestellten Ideen mit meinen Patriziererfahrungen in Einklang zu bringen, kommt das automatisch. Man kann sich ja viele hochtrabende Dinge wünschen, nur wie diese mit einer Handelssimulation in Einklang zu bringen sind, fällt mir sehr schwer bzw. ich scheitere daran.
Die Schatzkarten als *-zip-Datei.

Adalbertus

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44

Samstag, 19. Dezember 2009, 21:14

Nur kurz, weil's Richtung off-topic geht:
Man braucht einen Haufen hochtrabender Ideen, um hinterher ein paar wenige zu haben, die wirklich ins Spiel passen. Wir können Ideen geben. Ein stimmiges Spiel zu machen, ist Aufgabe von Daniel & Co, also auch nicht unsere Sorge. Laßt die Leute spinnen, vielleicht findet sich ja was Gutes.
Man gewöhnt sich an allem. Sogar am Dativ.

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45

Sonntag, 20. Dezember 2009, 17:22

@Hanseat09

Warum soll es in P4 bei der Erringung der Seeherrschaft so ähnlich wie in P2 sein?Bräuchte es doch nicht, oder?

Warum soll in P4 die KI so lahm und dumm sein wie in P2, zumindest in den höheren Schwierigkeitsgraden?Muss ja nicht?

Und warum soll P4 wie in P2 wieder auf die Extremspieler ausgerichtet werden, die mit 40 Klon-Städten 3 Mio Ew zeugen wollen?
Da ist natürlich alles was diese edle Zielstellung stört, von Nachteil.
Muss aber nicht sein.

@x9jaan

Zweifel sind immer angebracht.Ohne dieselben kein MA und keine Hanse. :D

1.Die Funktion des EM in P2 war doch ein Witz.Das kann doch bei einer neuen Hanse-Simulation P4 nicht so bleiben.Dem wirst Du doch zustimmen, x9jaan .

2.Wenn Daniel schon ein umfangreiches, mögliches ,Missionswerk des EM/LF in diesem Thread vorstellt, also sich inhaltlich zur Funktion des EM/LF breit auslässt, könnte man doch auch über bestimmte Verfahrensweisen zum EM-Amt/HR /LF diskutieren? , zumal in P2 diesbezügliche Features ja auch nicht gerade "Sahne" waren.

3.Nach Daniels Liste wird der LF ein richtiger KI-Akteur.Und mögliche mil. Aktionen zu Land-ausser Belagerungen- sollten nach m.M. optional sein.
Und was die historischen Fall-Daten bezüglich Dänemark,Norwegen,Flandern/Brügge, Nowgorod usw. betreffen, so braucht man sich im P4-Spiel nicht sklavisch daran halten.
Hauptsache es ist inhaltlich stimmig, meine ich.

4.Ausserdem weiss ich nicht, was daran hochtrabend ist, wenn über bestimmte Spiel-Elemente für P4 unter der Prämisse "Historische Hanse" diskutiert wrd.
Hochtrabend wäre doch, wenn ich darauf bestehen würde, die "Hansa Teutonica" von Nordeuropa auf den Mars verlegen zu wollen. ?(

@Adalbertus

Danke, ich betrachte Deine Einlassung, oder war es eine Auslassung?, " lasst die Leute spinnen" als Ansporn, ein besonders gutes Garn hier im Forum zu spinnen.
Hmm, vermute mal , Du wolltest einen konstruktiven Beitrag leisten. :D

soweit................Gruss Pieter
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ten_70

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46

Montag, 21. Dezember 2009, 11:52

Zitat

Original von Pieter van Alkmaar
2.Welche Abstimmungsmodalitäten und Zusammensetzung des HR wäre angebracht, um die vom Spieler gewünschte? "Allmacht" des EM zu verwirklichen?

a) In den HR sind nur die HS vertreten.Pro Stadt eine (1) Stimme!
Entscheidungsträger der HS ist der BM, der über diese 1 Stimme verfügt.Keine Patrizier,Ratsherren oder sonst wer.Nur der BM.


Nun ja. Oder sein Vertreter (= Auftrag vom BM: fahre zum HR-Treffen und stimme im Sinne Deiner Heimatstadt ab). Auf jeden Fall sollte aber pro HS tatsächlich nur 1 Stimme möglich sein, gleichgültig, wie groß die Delegation / der Stadtrat / die Stadt selbst ist.

Zitat

Original von Adalbertus[/]
Nur kurz, weil's Richtung off-topic geht:
Man braucht einen Haufen hochtrabender Ideen, um hinterher ein paar wenige zu haben, die wirklich ins Spiel passen. Wir können Ideen geben. Ein stimmiges Spiel zu machen, ist Aufgabe von Daniel & Co, also auch nicht unsere Sorge. Laßt die Leute spinnen, vielleicht findet sich ja was Gutes.

Sehe ich genau so! Teilweise muss man "verrückte" Ideen ja auch nur leicht abwandeln, damit was Vernünftiges rauskommt.

47

Montag, 21. Dezember 2009, 12:04

Zitat

Original von ten_70

Zitat

Original von Pieter van Alkmaar
2.Welche Abstimmungsmodalitäten und Zusammensetzung des HR wäre angebracht, um die vom Spieler gewünschte? "Allmacht" des EM zu verwirklichen?

a) In den HR sind nur die HS vertreten.Pro Stadt eine (1) Stimme!
Entscheidungsträger der HS ist der BM, der über diese 1 Stimme verfügt.Keine Patrizier,Ratsherren oder sonst wer.Nur der BM.


Nun ja. Oder sein Vertreter (= Auftrag vom BM: fahre zum HR-Treffen und stimme im Sinne Deiner Heimatstadt ab). Auf jeden Fall sollte aber pro HS tatsächlich nur 1 Stimme möglich sein, gleichgültig, wie groß die Delegation / der Stadtrat / die Stadt selbst ist.


Kleine Ergänzung:

Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des EM doppelt. [Das gleiche muss auch bei den Abstimmungen des Stadtrates gelten].
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Aristoteles

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48

Montag, 21. Dezember 2009, 14:35

Zitat

Original von ten_70


Sehe ich genau so! Teilweise muss man "verrückte" Ideen ja auch nur leicht abwandeln, damit was Vernünftiges rauskommt.


Danke ten_10, endlich mal einer, der von einem nicht verlangt, ein "Rumpelstílzchen" zu sein.
Du weisst schon: Gold zu Stroh spinnen, hm..oder wars umgekehrt? ?(

Gruss Pieter

Korven

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49

Montag, 21. Dezember 2009, 16:04

Wie were es mit zusätzlichen Einsichten als EM.
-> Liste der Händler in der Hanse (könnte auch in der Gilde sein) dabei könnte ja auch stehen als was er angefangen hat z.B. Fischhändler oder Fellhändler. (braucht zwar nichts zu bedeuten aber vielleicht was für die Atmosphäre) wobei man dort auch relevante Daten finden könnte. -> ob er BM, Ratsmitglied, in der Kirche Unterhändler ist oder unter welchem LF er dient,... (wie gesagt were EM oder Gilde wobei nach kurzem Überlegen wohl eher Gilde,..)
Auch könnte der EM vielleicht bei ständigen Hungersnöten den Bau von >Betrieben (Fleischer,Fischer,Farmer,Bierbrauer,...) anordnen -> könnte nach einer solchen Anordnung z.B. in der Gilde ausgeschrieben werden bzw. im Rathaus der betroffenen Stadt/Städte.
Zwar wer da der LF auch zuständig aber irgendwo muß es ja Stoff für Disput geben. :rolleyes:

P.s.: Man spinnt Stroh zu Gold -> anders rum were es teures Stroh,...
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Hanseat09

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50

Montag, 21. Dezember 2009, 18:27

Man könnte es durchaus so machen, dass Hungersnöte oder andere Katastrophen dem EM durch einen Eilbrief vor Ausbruch mitgeteilt werden. Darin werden dramatische Entwicklungen in einer Stadt geschildert mit der Bitte, dies schnellstmöglich zu ändern. Teilweise kann man dann Katastrophen verhindern (z.B. Hungersnot), teilweise kommt diese Eilmittel aber auch bewusst zu spät, sodass man nicht immer was dagegen tun kann.
Somit ist es kein perfektes Frühwarnsystem, doch hilft es, Katastrophen zu verhindern und nebenbei sich etwas beliebt zu machen ;)

Ansonsten wäre es schon praktisch, Schiffslisten o.ä. als EM einsehen zu können, um (im Extremsfall!!!) diese Schiffe auch einfordern zu können.
Hanseat09

51

Dienstag, 22. Dezember 2009, 12:35

NL gründen hatte ich in der Liste vergessen. Kommt rein, danke.

Milit. Unterstützung einer Stadt wird es geben. Eine größere Rolle als die Truppen sollen aber Wehrtürme spielen. Daher passt der Truppen-Transfer nicht so richtig.

Aber man könnte ja mittels Matrosen einsammeln und anderswo entlassen die Bettler- und damit die Arbeiterzahl aufpeppen. Hat eine Stadt z.B. 50 Bettler, dann kann ich hier max. 25 Matrosen anwerben (hängt noch mit meinem Ruf als "Arbeitgeber" zusammen; außerdem will ja nicht jeder Bettler gleich Matrose werden). Schmeisse ich die Matrosen in einer anderen Stadt wieder raus, so gibt das 1:1 Bettler...

Finde ich gut und kommt rein.

Das Umsiedeln von richtigen Bürgern (arm, wohlhabend, reich) wäre eine gute Sache für das Missionssystem. Da fallen mit 2 Variationen zu ein:

1. Unzufriedene Bürger suchen als größere Gruppe eine Mitfahrgelegenheit in eine Stadt, in der Arbeitskräfte fehlen.
2. Als Bestrafungsaktion für eine Stadt besticht die Hanse einige Bürger dieser Stadt, in eine andere Stadt überzusiedeln.

Passagiere werden auch Stauraum benötigen. 1 Passagier benötigt 1 Fass oder so. Ist doch leicht zu verstehen und wird den Spieler daran hindern, Passagiere unnötig lange herumzuschippern.

Ansonsten muss man aufpassen, denn das Umsiedeln ist ja eine krasse Sache: in der verlassenen Stadt stehen danach nämlich Wohnhäuser und Betriebe leer, was natürlich enorme Kosten verursacht (auch beim Spieler).

Allmacht des EM:
Immer, wenn der Hanserat laut meiner Liste einen Auftrag (Mission) erstellen soll, ist der Hanserat auch gefragt. Denn er muss den Missionsnehmer ja auch bezahlen. Dennoch würde ich sagen, dass der Hanserat eigentlich immer zustimmt. Eine Allmacht des EM hätten wir aber trotzdem nicht, denn der Spieler kann als EM nur dann eine Sanktion auf den Weg bringen, wenn zuvor etwas vorgefallen ist. Er kann z.B. nur dann gegen London eine Blockade verhängen, wenn London die Hanse zuvor geärgert hat. Wie stark die Sanktion dann ist, hängt zwar vom EM ab, aber ich würde dem Spieler nicht den ganzen Gestaltungspielraum nehmen. Er soll dich ruhig das Gefühl haben, der King zu sein.

Die Frage, ob der Aufwand für die EM- und LF-Missionen in einer Handelssimu lohnt, ist berechtigt. Aber es ist ja so, dass der Spieler EM-Anwärter-Missionen der Hanse erwartet, um sein Ansehen bei der Hanse zu steigern und um EM werden zu können. Bzw. soll es im Spiel ja einige Vorfälle geben, die das Hanseleben abwechslungsreicher machen und sich auch noch kaufmännisch ausnutzen lassen. Der grundsätzliche Idee von mir war nun, dass der Spieler die Missionen, die er im Verlauf seines Aufstiegs sieht, später als EM auch selbst initiieren kann. Der Entwicklungsaufwand dazu ist nicht zu hoch, wir gewinnen aber gehörig Spieltiefe. Natürlich wird es nur solche Missionen/Ereignisse/Vorfälle geben, die auch mehrmals im Verlaufe eines Spiels auftauchen. Bei den ganz seltenen Sachen lohnt sich der Einbau dann doch wieder nicht...

Frühwarnsystem: das wird so nicht klappen. Der Spieler muss auch als ganz normaler Händler die Möglichkeit haben, solche Dinge sofort zu erfahren (z.B. wenn er gerade in der Stadt ist), schließlich wird die nur 10-20 Tage vorherrschen, es gibt ja auch noch die KI, die unermüdlich Waren herumschippert...

ten_70

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52

Dienstag, 22. Dezember 2009, 12:42

Zitat

Original von Daniel van Bergen
Das Umsiedeln von richtigen Bürgern (arm, wohlhabend, reich) wäre eine gute Sache für das Missionssystem. Da fallen mit 2 Variationen zu ein:

1. Unzufriedene Bürger suchen als größere Gruppe eine Mitfahrgelegenheit in eine Stadt, in der Arbeitskräfte fehlen.
2. Als Bestrafungsaktion für eine Stadt besticht die Hanse einige Bürger dieser Stadt, in eine andere Stadt überzusiedeln.



Hört sich gut an. Es fehlt m. E. jedoch die 3. Variante:
Aufbau einer NL / Hochpäppeln einer Stadt (insbesondere die historische Besiedelung des Ostsee-Raumes) führt zu Aufrufen des LF / der Kirche / des EM (?) vor allem in Mitteldeutschland (Köln & Co.) verbunden mit Versprechen der Steuerfreiheit (oder anderen Freiheiten) der Umsiedler für x Jahre.

Dorimil

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53

Dienstag, 22. Dezember 2009, 13:37

Für die von aussen zugeführten Arbeitskräfte darf es dann aber keine Beschränkung geben, wie in P2 sprich max 12 Arbeiter pro Tag und Betriebsart. Wenn ein Spieler mal eben 100 Arbeiter in einer Stadt ablädt, macht er das ja nicht nur zu seinem vergnügen, ergo sollten diese Arbeitskräfte dann auch vorzugsweise in seinen eigenen Betrieben angestellt werden und erst wenn die voll sind, bei anderen. Bei diesen "Befüllungs"-aktionen darf es dann auch keine Beschränkungen geben.

Vielleicht kann man beim Entladen der Arbeitskräfte zwischen zwei Optionen wählen:
- in die eigenen Betriebe (keine Entlohnung, dafür Betriebe sofort voll besetzt und Wohnhäuser auch)
- an die Stadt gegen eine Aufwandsentschädigung. Danach können sie auch in die eigenen Betriebe gehen, unterliegen aber irgendwelchen Beschränkungen (s.o.)
Dorimil

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fager

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54

Dienstag, 22. Dezember 2009, 14:28

ich find es sehr gut, dass man als spieler die missionen, die man bestreiten um EM zu werden auch als EM selber auslösen kann. das macht das spiel "rund"!

die optionen beim "abladen" der arbeitskräfte von Dorimil könnte man noch um eine erweiter:
- die gezahlten löhne in den betrieben bestimmen wo die leute hingehen.

da bin ich mir aber nicht sicher ob es zum einen den programmieraufwand lohnt und zum anderen ob der spieler am ende nicht genervt sein wird, wenn er auch noch die löhne zu kalibrieren hat.
aber realistisch wäre es allemal.

was du umsiedlungen angeht, du hattest es ja selber angesprochen daniel, was habt ihr mit der ausgedünnten stadt vor?
wie ich hier schon des öfteren erwähnte, finde ich die entwicklung eines dorfes bzw. einer kleinen stadt zu einer wüstung sehr interessant.
so würde neben der neugründung einer siedlung auch die wiederbelebung einer wüstung als EM mission anbieten. der materialbedarf wäre vielleicht ein wenig geringer als bei einer kompletten neugründung, aber das risiko, dass der ort nicht ohne grund verlassen wurde höher: zum beispiel unwirtliches klima das den menschen zu schaffen macht, unfruchtbarer boden, agressiver LF, ...

Korven

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55

Dienstag, 22. Dezember 2009, 21:23

Zitat

Original von Daniel van Bergen
...
2. Als Bestrafungsaktion für eine Stadt besticht die Hanse einige Bürger dieser Stadt, in eine andere Stadt überzusiedeln.
...

ich würde das Umformulieren,...

Als Bestrafungsaktion für eine Stadt bietet die Hanse den Bürgern dieser Stadt, in eine andere Stadt überzusiedeln.

Ich würde die "Hanse" als seriös einschätzen, Bevölkerung zu bestechen ist recht,.. (fragwürdig?) aber wenn eine bekannte und als geachtet geltende "Hanse" der Bevölkerung nahe legt eine frevelhafte Stadt zu verlassen,..
Nun ja die REICHEN, Adeligen und auch manche Wohlhabende die auf ihren Namen achten würden wohl gehen-> schmerzt recht viel, auch wenn wenig gehen.
So würden keine Geisterstädte entstehen, und sich auch der Verbrauch der Stadt ändern. (nicht wie wenn von allen Schichten gleich viele gehen) :170:
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56

Dienstag, 22. Dezember 2009, 21:45

Die Löhne kann man ja wie bei den Wohnhäusern einstellen: "Keine", "Niedrig", "Normal", "Hoch" und "Sehr Hoch" o.ä.. Dabei ist die Wirkung natürlich umgekehrt: "Kein Lohn" macht die Arbeiter unzufrieden, "Sehr hoher" Lohn dagegen sehr zufrieden. Je nachdem, wie hoch die Löhne sind, kann man auch Mietpreise anheben (hohe Löhne ermöglichen hohe Mietseinnahmen ohne Ansehensverlust).
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57

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 10:29

Es sollte imho auch negative EM aktionen geben. Z.B. einen Konflikt mit einem LF Prvozieren. Die Kirche beleidigen. Willkürliche abgaben.

Das wird dann die Wiederwahl schierig machen.

Oder eine Flotte ienberufen und 90% der Schiffer verlieren.

Da wird es schon kleine Tumulte geben.

Ich bin dafür den Spieler alles tun zu lassen. Aber es muß nicht immer aufwärts gehen.
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58

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 11:51

@Builder: Welchen Sinn sollte es haben, die Kirche zu beleidigen? Stelle dir Mal die Reaktion in der Bevölkerung vor: Hanse gegen Kirche (viele Bürger waren sehr religiös)! Einen tiefgreifenden Sinn sehe ich da nicht, außer dass die Hanse an sich an Bedeutung und Ansehen verliert...

Aber die Aufträge sollen so gestellt sein, dass sie nicht immer ausführbar sind. Es wird zwar von der Hanse ein Aufgebot gestellt, doch reicht es z.B. nicht aus, die dänische Krone zu besänftigen. Das alles fällt dann u. a. auf den EM, der den Auftrag initiiert hat, zurück. Dadurch steht der EM ständig im Zugzwang (nur realistische Aufträge ausschreiben bzw. auf die richtige Ausführung achten).
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59

Mittwoch, 23. Dezember 2009, 15:01

@Hanseat
Beleidigungen haben nicht unbedingt Sinn. Der Kaufmann wird in der Regel nach gewinn streben. Die Kirche nach Spenden. Der klassische Fall von unterschiedlichen Intressen.

Du kannst entweder im Auftrag der Kirche Geistliche für Gotteslohn durch die Gegend Kutschieren oder das Schiff dahin steuern wo die grössten Gewinne zu machen sind. Tust du das letztere ist evtl die Kirche beleidigt.

Von Behauptungen wie Ablass bringt nichts für das Seelenheil oder die Welt ist rund mal abgesehen.

ICh find das das Ansehen wachsen und fallen sollte je nach Aktion

des EM.

Schippert z.B. die Hanseflotte vor Stockholm rum während Waldemar Rostock plündert sollte das einen gewaltigen Ansehensverlust für den EM bedeuten.
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Freitag, 25. Dezember 2009, 16:57

Zitat

Das Umsiedeln von richtigen Bürgern (arm, wohlhabend, reich) wäre eine gute Sache für das Missionssystem. Da fallen mit 2 Variationen zu ein:

1. Unzufriedene Bürger suchen als größere Gruppe eine Mitfahrgelegenheit in eine Stadt, in der Arbeitskräfte fehlen.
2. Als Bestrafungsaktion für eine Stadt besticht die Hanse einige Bürger dieser Stadt, in eine andere Stadt überzusiedeln.

Passagiere werden auch Stauraum benötigen. 1 Passagier benötigt 1 Fass oder so. Ist doch leicht zu verstehen und wird den Spieler daran hindern, Passagiere unnötig lange herumzuschippern.


Also, diese Art von Mission"Bürger aus der Stadt XY weglocken", hat mir schon in PR2 äusserst missfallen. X(

Korven, da muss ich Dir zustimmen, wenn das eine "Hansemission"
sein soll
.

Wenn es jedoch von einem "bösen und egoistischen BM" veranlasst wird, dann ist es ok.
Hier sollte jedoch ein seriöser EM eingreifen können.

Was mir in diesem Zusammenhang noch einfällt:

Könnte es in P4 für bestimmte Amtsträger auch sogenannte "Bad-Missions" geben, wie in P2 von KI-BM veranlasst, und hier im Forum wohl schon mal erwähnt?, also Piraten anheuern und Unterschlupf gewähren, HF unter falschem Namen plündern, oder eben Bürger abwerben.

Gruss Pieter
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